Selfmanagement & Paarmanagement

Dr. med. Claudia Wille

Psychotherapie

CHECKLISTE 

  • Depressionen oder Phasen von anhaltenden Gefühlen von Leere, Hoffnungslosigkeit, Wertlosigkeit und Sinnlosigkeit
  • Körperliche Symptome/Psychosomatische Erkrankungen, wie chronische Schmerzen, Herzrasen, chronischen Hauterkrankungen, Asthma, Magenschmerzen, Schweissausbrüche, Stimmstörungen, wie Stottern oder Globusgefühl (Kloß im Hals)
  • Kinderwunsch, der sich trotz organischer Funktionalität nicht erfüllt
  • Überlastung, Burnout und starker Streß
  • Selbstmordgedanken und Gedanken von Ausweglosigkeit
  • Schlafstörungen und wiederkehrende Albträume
  • Lebenskrisen wie Scheidung, dem Verlust oder Tod Angehöriger oder ungeborener Kinder 
  • Traumatische Erfahrungen, die ihre Spuren hinterlassen haben
  • Trauer, die über das übliche Maß hinausgeht
  • Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, die kaum willentlich beeinflussbar sind
  • Süchte wie Medikamentensucht, Kaufsucht, Spielsucht, Alkoholproblem,etc.

KURZ - ODER LANGZEITTHERAPIE?

Kurzzeittherapie (10-20 Stunden) empfehle ich bei Problemen oder Beschwerden die erst seit kurzer Zeit aufgetreten sind ! Hier geht es um schnelle, lösungsorientierte Entlastung.

Bestehen die Beschwerden schon über einen längere Zeitraum rate ich zu einer Langzeittherapie. Hier geht es zusätzlich um Ursachenergründung und Begleitung im Veränderungsprozeß. 

MEINE ARBEITSMETHODEN:

Wie gehe ich vor?

Zunächst einmal wird ein sogenanntes "Erstgespräch" vereinbart. Dieses dient dazu, abzuklären, ob sich zwischen Patient/Klient und Therapeut eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung entwickeln kann und um die genauen Modalitäten der Therapie zu vereinbaren. Beide entscheiden sich nach diesem ersten Zusammentreffen, ob sie miteinander arbeiten wollen..
Nach der Erhebung der Problemsituation, der derzeitigen Lebenssituation usw. kommen folgende Psychotherapiemethoden bzw. Techniken, abgestimmt auf ihre Persönlichkeit, zum Einsatz:

  1. Katathym Imaginative Therapie
  2. Analytisch orientierte Gesprächstherapie
  3. Psychodrama
  4. Provokative Therapie
  5. Systemische Therapie
  6. Integrative Gestalttherapie
  7. Verhaltenstherapie
  8. Kunsttherapie 

1. KATATHYM IMAGINATIVE PSYCHOTHERAPIE (KIP)

Synonyme: Katathymes Bilderleben, Guided Affective Imaginary

Die KIP ist eine tiefenpsychologische Methode und wurde von H. Leuner zu einer systematisch aufgebauten Methode entwickelt.

Der Name soll die Abhängigkeit imaginativer Vorgänge von Affekten und Emotionen kennzeichnen griech.: kata = gemäß. Thymos = Seele, d.h. Emotionalität.

Die "Tagtraumtechnik" basiert auf der Beobachtung, daß bei leichter psychophysischer Entspannung bzw. auf der Schwelle zum Schlaf imaginative Phänomene auftreten, die dann den Prinzipien der psychoanalytischen "Traumarbeit" (z.B. Verdichtung, Verschiebung, Überdeterminierung) folgen.

Der Tagtraum eröffnet somit einen unmittelbaren Zugang zur unbewußten Psychodynamik der Person. Leuner geht in seinem Konzept davon aus, dass; spontane, oder vom Therapeuten induzierte Imaginationen unbewußte Konflikte, widerspiegeln ,und zwar in Form der Traumsymbole.

Es kommt also sowohl zur szenischen Darstellung der unbewußten Problematik, als auch zur Darstellung ungenutzter Möglichkeiten und Ressourcen. Nach dem Prinzip der Projektion kommt es nach einiger Zeit zu einer lebhaften, farbigen und dreidimensionalen "eigenen Welt"- der "katathymen Landschaft"- in der sich der Betreffende wie in der Realität bewegen kann.

Diese Tagtrauminhalte können im Kontext der Vorgeschichte des Patienten/Klienten und dem therapeutischen Material eingeordnet werden oder entschlüsseln sich dem Patienten/Klienten gegenüber häufig selbst.

Die KIP wurde unter didaktischen Gesichtspunkten aufgebaut und gliedert sich in Grund, - Mittel -, und Oberstufe, die je nach Therapiephase, Struktur des Patienten und Belastbarkeit angewandt werden..

2. ANALYTISCH ORIENTIERTE GESPRÄCHSTHERAPIE

Die analytische Theorie geht davon aus, daß unsere Gefühle und unser Verhalten unbewußt von all unseren Erfahrungen, die wir in unserem Leben gemacht haben, (wobei die Kindheit die Zeit der größten Prägung ist), beeinflußt sind.

Diese unbewußten Kräfte führen manchmal zu einem leidvollen Befinden, das weder durch Rat und Hilfe von Freunden oder der Familie, weder durch Selbststudium von Fachliteratur, noch durch entschlossene Willensanstrengung zu verändern ist.

Manchmal äußern sich diese inneren Konflikte in Form deutlicher Symptome. Noch öfter aber, äußern sie sich in allgemeiner Lust- und Antriebslosigkeit, chronischer Unzufriedenheit, Unruhe und Ziellosigkeit, sexuellen Schwierigkeiten und wiederholten unglücklichen Beziehungen.

Analytisch orientierte Gesprächstherapie führt zu einem Erkennen dieser unbewußten Faktoren, die das Fühlen und Handeln beeinflussen und hilft, Veränderungen einzuleiten.

Weil die persönliche Entwicklung in der zwischenmenschlichen Beziehung stattfindet, wird Ihnen in der psychotherapeutischen Situation eine förderliche Beziehung angeboten.

Die Psychotherapeutin bzw. der Psychotherapeut begegnet Ihnen mit Echtheit, mit unbedingter Wertschätzung und mit einfühlendem Verstehen.

3. PSYCHODRAMA

Das Psychodrama nach Moreno, ist ein Versuch, spielerisch, Stück für Stück, die innere Welt zu erobern und im Handeln verfügbar zu machen, also zusätzliche, oder nicht genützte Handlungsstrategien zu entwickeln.

Nicht die Geschichte als solche wird szenisch dargestellt, sondern das Bild dieses Erlebnisses durch die heutige Brille. Durch die Darstellung von Szenen aus Ihrer Lebensgeschichte bzw. aus Ihrer aktuellen Lebenssituation setzen sie sich mit verschiedenen Rollen auseinander.

Meist als Gruppentherapie angewandt, kommt es jedoch sehr gut als Monodramatherapie im Einzelsetting zum Einsatz. Therapieziel ist die Freisetzung Ihres kreativen Potentials durch die Darstellung von wichtigen Lebens- und Problemsituationen.

4.PROVOKATIVE THERAPIE

Ist humorvolle Therapie!!!
Milton Erickson, der berühmte Hypnotherapeut meinte, man müsse den Esel am Schwanz ziehen um ihn vorwärts zu treiben, anstatt ihn von hinten zu schieben.

Frank Farrelly der Begründer der Provokativen Therapie, führt diese Idee weiter, indem er das Symptom des Patienten/Klienten auf witzige, provokative Art verherrlicht, verteidigt, ja sogar anordnet.

Der provokative Therapeut agiert im Sinne des Advocatus Diaboli, er ergreift Partei für die negative Seite der Ambivalenz des Patienten/Klienten. Er verführt und drängt, seine Symptome oder Verhaltensweisen doch fortzusetzen!

Als Folge dieser Provokation tendiert der Patient/Klient dazu, sich in die entgegengesetzte, therapeutisch gewünschte Richtung zu bewegen.

Und das Ganze macht auch noch Spaß!

5.SYSTEMISCHE THERAPIE

Die Systemische Therapie sieht die Probleme des Einzelnen nicht individuell, sondern im sozialen System begründet.

Die Probleme des Patienten/Klienten werden grundsätzlich "positiv", im Sinne einer Stabilisierung des Systems verstanden.

In der Therapie richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Interaktionen mit der Familie, dem Partner und anderen Beziehungspersonen und geht von den dort vorhandenen Fähigkeiten und Stärken aus.

Die Systemische Therapie ist weniger am Verstehen unbewußter Motive, als an Lösungsmöglichkeiten orientiert.

Die Methode eignet sich im Besonderen als Kurzzeittherapie bei Paar - und Familienproblemen.

6. INTEGRATIVE GESTALTTHERAPIE

Gestalttherapie wurde von Fritz Perls, Lore Perls und Paul Goodman entwickelt. Sie ist existentialistisch fundiert, erlebniszentriert, und geht vom Offensichtlichen im Hier und Jetzt aus.

Im Zentrum des gestalttherapeutischen Prozesses steht eine lebendige Interaktion zwischen Klient und Therapeut.

Im Hier und Jetzt der therapeutischen Situation wird darauf geachtet, daß alle Informationen nicht nur am Inhalt sondern auch an der Stimmlage, dem Sprechtempo, der Mimik, der Gestik, dem Atemmuster, der Körperhaltung, etc. erkennbar und bearbeitbar werden.

Deswegen wird in der Integrativen Gestalttherapie neben dem Gespräch, auch nonverbaler Ausdruck mit Hilfe verschiedener Techniken wie zum Beispiel kreative Techniken und Rollenspiele, gefördert.

Ziel ist es über die Symptombeseitigung hinaus eine Identitätsentwicklung, Freiheit von Projektionen und Übertragungen und Zugang zur eigenen Emotionalität zu erlangen.

7.VERHALTENSTHERAPIE

Die Verhaltenstherapie ist der theoretischen Auffassung, daß Verhaltensweisen erlernt werden, also auch wieder verlernt werden können, bzw. alternative Verhaltensweisen dazugelernt werden können.

Dabei wird der Patient/Klient durch den Psychotherapeuten in unterschiedlicher Weise unterstützt: durch Analyse der Problematik, direkte Konfrontation mit schwierigen Situationen und durch das gemeinsame Erarbeiten von passenden Möglichkeiten zur Problem-, Konflikt- und Stressbewältigung.

Dazu bedient sich Therapeuten verschiedener Techniken, wie z. B. kognitive Methoden, "worst case" Szenarien, Konfrontationsverfahren (Exposition in vivo), Gewöhnungstraining, Entspannungsverfahren, Imagination, Kommunikationstraining, Training sozialer Kompetenz, usw.

Verhaltenstherapie bzw. verhaltenstherapeutische Techniken haben sich besonders bei Problemen wie Flugängsten, Prüfungsängsten, situationsspezifischen Ängsten, Zwangsstörungen, Eßstörungen und Ähnlichem bewährt.

Das Hauptziel der Therapie ist die Verbesserung und Stabilisierung der persönlichen Autonomie, der Rückgewinnung der Fähigkeit das eigene Leben wirksam zu gestalten.

8. KUNSTTHERAPIE

Nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten, die weniger streng mit Normen belastet sind, ermöglichen die Symbolisierung unserer Erlebnisse, ohne Zensur. Kunsttherapie ist aber auch Ich-bildend und Ich-stabilisierend, sie vermittelt Erfolgserlebnisse und fördert Kreativität. Edith Kramer sieht den schöpferischen Akt schon als Heilung, denn in ihm werden Erfahrungen stellvertretend durchlebt. Margaret Naumburg konzentriert sich auf das unbewußte Material, das im ästethischen Ausdruck freigesetzt wird und läßt frei zu den Bildern assoziieren.

Dr. Claudia Wille

© Dr. Claudia Wille