Beziehungsprobleme

Trennung - wie trennt man sich am besten?

Psychotherapeutische Trennungs-Begleitung unterstützt das Paar trotz starker Gefühle im Gespräch zu bleiben, die Beziehung in vielen Aspekten wertzuschätzen und zu betrauern, was nicht möglich war.

Der Entschluss zur Trennung ist nicht einfach, es werden gemeinsam die Erwartungen daran reflektiert, unrealistische Erwartungen zur Sprache gebracht, und alle begleitenden Verluste (Verlust gemeinsamer Zukunftspläne, Freunde, Status, Wohnung/Haus,etc.) durchgearbeitet.

Falls Kinder involviert sind, erhalten Sie Unterstützung wie Sie damit umgehen, das Wohl der Kinder muss an oberster Stelle stehen!

Wenn Sie keinen Scherbenhaufen hinterlassen wollen, ist es notwendig, sich zu disziplinieren. Machen Sie es sich zur Angewohnheit, Überlegungen, Forderungen, Absprachen schriftlich festzuhalten. Sie können so die kräftezehrenden und wenig fruchtbringenden "Aber-Du-hast-doch-gesagt-Gespräche" verhindern.

Wenn Gespräche ohne Streit kaum noch möglich sind, treten Sie konsequent schriftlich miteinander in Kontakt.

Es gibt gute Gründe, nicht auf einen eigenen Anwalt zu verzichten, Lassen Sie sich zumindest gründlich über Ihre Rechte und Ansprüche aufklären. Erst wenn Sie genau wissen, was Ihnen zusteht, können Sie entgegenkommend verhandeln, selbst wenn Sie von einer einvernehmlichen Trennung überzeugt sind.

Beziehungsprobleme - nutzen Sie die Chance für eine qualitative Veränderung!

Langjährige Beziehungen haben gute Phasen, weniger gute Phasen, Krisenzeiten und wunderschöne Zeiten.

Besonders krisenanfällig sind die Lebensphasen,

  • in denen ein Liebespaar zum Elternpaar wird, also vom Diadem, der Zweisamkeit, zur Triade wechselt. Plötzlich dreht sich nicht mehr alles nur um das Paar, sondern die Kinder stehen an erster Stelle. Es ist wunderschön Vater und Mutter zu sein, aber es bedeutet auch großen Verzicht. Dabei geht es nicht nur um Zeitprobleme, sondern auch um Rollen, um das plötzliche Wiederaufpoppen von Kindheitsthemen aus der Ursprungsfamilie etc.
  • wenn die Kinder außer Haus sind - denn man hat sich nun endlich an die Elternschaft und die damit verbundenen Konsequenzen gewöhnt. Wie kann nun aus dem Elternpaar wieder ein Liebespaar werden?
  • wenn die eigenen Eltern versterben - denn das konfrontiert einen ganz automatisch mit dem eigenen Tod, und damit mit Fragen nach Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens, mit der Beurteilung der Qualität des gegenwärtigen Lebens und damit auch der Beziehung. Möglicherweise fallen auch Verbote weg, und man könnte nun endlich ausbrechen uvm.
  • wenn Alterserscheinungen des Körpers auftreten, wie z.B. die abnehmende sexuelle Lust, die abnehmende Erektionsstärke beim Mann. Was bedeutet das für das Paar? Hat es genug Kontakt und Nähe auch ohne die verbindende Sexualität?
  • wenn einer der Partner eine Affäre oder einen Seitensprung begeht - vielleicht wurde Treue einfach stillschweigend vorausgesetzt und nie darüber gerede. Wie geht man nun damit in Zeiten, wo Trennungen sehr schnell vollzogen werden, um?

Krisen sind schwierige Zeiten, auch wenn gerade in diesen großes Potential für enorme Entwicklungen der Paarbeziehung stecken. Gerade jetzt braucht das Paar Unterstützung, sei es durch Freunde, bei denen man offen sein kann, aber auch durch eine Paartherapie, in der ohne zu moralisieren, ohne Rezepte zu haben, dem Paar geholfen wird, eigene, neue Wege zu finden, die individuell und stimmig sind.

Wenn es in Ihrer Beziehung öfter zu Streit kommt

Kennen Sie das? Man beklagt sich über eine Kleinigkeit, der andere "schießt" zurück, ein Vorwurf ergibt den nächsten, es ist wie ein Ping-Pong mit scharfen Geschützen. Nach ein paar Minuten weiß man gar nicht mehr, worum es eigentlich gegangen ist. "Du hast gesagt ...", "... das stimmt überhaupt nicht, du verdrehst die Tatsachen, du hast gesagt ...", "Du hast schon wieder ...", "Du hältst dich nie an das was du mir versprochen hast ...", usw.

Es klingt harmlos, fühlt sich aber nicht so an, es frustriert, weil man sich nicht verstanden fühlt, denn eines der wichtigsten Bedürfnisse in einer Liebesbeziehung ist gesehen und erkannt zu werden. Es kränkt, es ärgert, es entzieht eine Menge Energie und hinterlässt manchmal Scherbenhaufen, die nur schwer wieder zu beseitigen sind.
Zum Schluss zieht sich einer der beiden zurück, wie eine Schildkröte in ihren Panzer, als Schutz vor weiteren Verletzungen und aus Frust, weil das "eh nichts bringt". Worauf der andere um so mehr angreifen muss, weil er ja nicht will, dass man sich ganz entfremdet, er verhält sich wie ein Sturm, will aufrütteln. Beide wollen also die Beziehung retten, schützen. Aber so wird das zu einem Teufelskreis, aus dem das Paar nicht mehr herauskommt.

Der Weg geht über eine Verständnis fördernde Kommunikation, weg von Vorwürfen hin zu "Ich erkläre dir meine Welt und interessiere mich für deine Welt". Es gilt, Verständnis für die Subtexte zu entwickeln, bei einem selbst - "Worum gehts mir eigentlich wirklich? Was macht mir Angst? Woher kommen diese starken Gefühle? Was brauche ich statt Was will ich?" und beim Partner.

In einem Paarcoaching werden zuerst strukturierte Gesprächsstrukturen eingeführt, um zu verlangsamen, um aus dem Ping-Pong Schlagabtausch in ein überlegtes Gespräch zu kommen. Somit können Gefühle und Bedürfnisse wahrgenommen werden und in aller Ruhe und mit echter Aufmerksamkeit zugehört werden.

Portrait Dr. med. Claudia Wille-Helbich

Typische Beziehungsprobleme in der Paartherapie

Claudia und Manfred:
Sie: "Mein Mann kontrolliert alles was ich mache, nichts passt ihm, also lass ichs gleich."
Er: "Meine Frau ist so unselbständig, ich möchte sie dazu bringen, selbständiger zu werden."

Typische Beziehungsprobleme in der Paartherapie

Anna und Harald:
"Die Liebe ist da, die Umstände passen, eigentlich müssten wir glücklich und zufrieden sein - trotzdem ist es nicht so ... Warum?"

Typische Beziehungsprobleme in der Paartherapie

Josef und Melanie:
"Die Liebe war groß, seitdem wir zusammen wohnen gibt es so viele Streitereien - wir wissen gar nicht mehr ob wir einander lieben ..."

Typische Beziehungsprobleme in der Paartherapie

Lisa und Nina:
"Wir sind schon seit einigen Jahren ein Paar, aber Schmetterlinge waren nie da, auch am Anfang nicht, heißt das wir lieben einander gar nicht?"

Typische Beziehungsprobleme in der Paartherapie

Rita und Oliver:
"Seit mich meine Partnerin betrogen hat ist nichts mehr beim Alten. Ich habe ihr verziehen, sie bemüht sich, und doch ..."

Typische Beziehungsprobleme in der Paartherapie

Aisa und Franz:
"Kann es sein, dass unsere Probleme daher kommen, dass wir aus verschiedenen Kulturen kommen?"

Typische Beziehungsprobleme in der Paartherapie

Kornelia und Michael:
"Wir können seit langem nicht mehr miteinander reden, ohne dass es total eskaliert! Das kostet so viel Kraft, ich kann nicht mehr ..."

In der Paartherapie wird durch eine neutrale Therapeutin hinterfragt, geklärt, verstanden, neu bewertet und neuer Frieden gefunden.